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  • April 20, 2013

Marius Tesch Spielt Schumann Und Liszt

Robert Schumann war einer der größten deutschen Komponisten des neunzehnten Jahrhunderts, jedoch begann er die Kunst der Komposition erst im Alter von zwanzig Jahren zu verfolgen. Der Carnaval ist eines seiner größten Meisterwerke und ist auch eines der charakteristischsten Stücke in der Klavierliteratur. Dieses Werk besteht aus 21 Sätzen die zwischen 1834 und 1835 komponiert wurden. Wie auch die Symphonischen Etüden, die ungefähr zur gleichen Zeit entstanden sind hat Ernestine von Fricken, mit der er zu dieser Zeit in einer Beziehung stand, Schumann zur Komposition dieses Werkes inspiriert. Das Motiv welches immer wieder in Carnaval hörbar wird, buchstabiert Ernestines Heimatstadt ASCH. Diese vier Buchstaben stammen aus den Tönen A=A, S=Es, C=C, und H. Carnaval wurde ursprünglich als Fasching: Schwänke auf vier Noten für Pianoforte von Florestan benannt.

Jeder der 21 Sätze hat einen Titel der andeutet welche Karikatur er repräsentieren soll. Viele wurden durch Comedia Dell’Arte inspiriert, eine italienische Theaterkunst, aus dem16. Jahrhundert stammend, die viele Künstler wie auch Schumann kreativ beeinflusste. Karikaturen die in Carnaval vorkommen sind Pierrot, der Clown der Angst vor seinem eigenen Schatten hat, und Harlequin. Die wichtigsten sind jedoch Eusebius, der Träumer, und Florestan, der das Gegenteil von Eusebius repräsentiert. Schumann verwendete diese beiden Figuren sogar als Pseudonym wobei er in Persönlichkeitskonflikte mit sich selbst geraten ist. In zwei anderen Sätzen werden Porträts von Frauen aus Schumanns Leben beschrieben, die er liebte. Estrella soll auf Ernestine von Fricken hindeuten, und Chiarina soll seine zukünftige Frau Clara Wieck darstellen. Zusätzlich imitierte Schumann in Carnaval die Komponisten Chopin und Paganini die er persönlich kannte. Er bezeichnete zwei Sätze mit den Namen dieser Komponisten, in denen er ihren Stil mit Perfektionismus nachahmte. Der erste dieser beiden Sätze ist eine Nocturne nach Art von Chopin, die man schnell mit einer Komposition von Frederic Chopin verwechseln könnte. Der zweite namens Paganini ist eine Virtuose Etüde in der man den Violinenzauberer Nicolò Paganini wiedererkennen kann.

Robert Schumann is remembered as one of the greatest German composers of the nineteenth century, although he did not begin to seriously pursue composition until the age of 20. The “Carnaval” is one of Schumann’s greatest masterpieces for the piano, and is one of the most characteristic piano works in the entire piano literature. “Carnaval” is a set of 21 character pieces composed between 1834 and 1835. Like the Symphonic Etudes, which were composed around the same time, this work grew out of his relationship with Ernestine von Fricken. The motifs around which the “Carnaval is designed grew out of the name of Frau Fricken’s home town, “ASCH”. These four letters are represented in the German pitch names “A = A, S = E flat , C = C and H = B.” The piece was originally titled Fasching: Schwänke auf vier Noten für Pianoforte von Florestan, or Carnival: Anecdotes on four Notes for Pianoforte of Florestan.
Each of the 21 pieces in the set is given a unique title for the characters that they are meant to represent. Many of the pieces represent characters from the “Comedia Dell’Arte,” Italian improvised theater that had been around since the 16th century, influencing not only Schumann but other artists as well. Some of the characters from Comedia Dell’Arte which appear in this piece are Pierrot, the clown who is afraid of his own shadow, and Harlequin. The two most important characters are perhaps Eusebius, the dreamer, and Florestan, Eusebius’ polar opposite, both of who Schumann used as pseudonyms and even incorporated into his own personality. Two of the pieces are portraits of ladies, “Estrella” depicts Ernestine von Fricken, and “Chiarina” depicts Clara Wieck, Schumann’s future wife. Other characters in the “Carnaval” are contemporaneous composers of Schumann: Chopin and Paganini. These pieces imitate the composer’s best known styles, and are instantly recognizable as a Chopinistic Nocturne and a virtuostic Etude such as those by the violin virtuoso Niccolò Paganini.

Franz Liszt- Mephisto Walzer

Franz Liszt hat insgesamt 4 Mephisto Walzer komponiert. In seinem späteren Leben arrangierte er die ersten beiden für Orchester, wobei der erstere jedoch der berühmteste ist. Er wird als sehr programmatisch bezeichnet und hat den Titel Tanz in der Dorfschenke. Dieser Walzer stützt sich auf eine Szene aus dem Gedicht von Nikolaus Lenaus Faust. In Faust, verkleidet sich Mephistopheles (ein Dämon aus der Deutschen Volkskunde) als Jäger, und lockt seinen Gefährten Faust zu einer Hochzeitsfeier in eine lokale Dorfschenke. Er mag die Musik nicht und schnappt sich die Geige eines Musikers, die er anfing erst einmal richtig zu stimmen. Zunächst spielte er eine verlockende Melodie womit er die Feiernden verzauberte. Verzückt von der Musik fordert Faust eine Dame auf und tanzt mit ihr aus der Schenke in den Wald hinein, während die Musik im Hintergrund immer leiser wird. Dieses Stück stellt auch einen Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen dar, wo das Gute oft durch Quarten und Quinten, und das Böse durch Halbtöne und Tritonus repräsentiert wird. Dieses Werk wird oftmals als wild und sehr virtuos bezeichnet. Vladimir Horowitz meinte es wäre eines der drei unspielbaren Stücke in der Klavierliteratur.

Franz Liszt composed 4 “Mephisto waltzes,” although the first is the most famous. Liszt later arranged this and the second waltz for orchestra. Subtitled Tanz in der Dorfschenke, or Dance at the Village Inn, the first Mephisto waltz is programmatic. It is based on a scene from Nikolaus Lenau’s famous German poem Faust. In Faust, Mephistopheles (a demon from German folklore) is disguised as a hunter, and he lures his companion Faust into a wedding party at the Village Inn. He isn’t pleased with the music, and Mephistopheles nicks the fiddle and begins to tune it. Then he begins to play a seductive melody that enchants the merrymakers. Enraptured by the music, Faust grabs a village lady and madly dances her out of the room and into the forest as the music of the wicked fiddler fades into the distance. Much of the music portrays a struggle between good and evil and is represented constantly through minor seconds and perfect fourths and fifths. The music is furiously virtuosic, and Vladimir Horowitz once called this waltz one of the three unplayable pieces in the piano repertoire.

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